Cannabislobby in Deutschland

Georg Wurth

Cannabis ist ein intensiv diskutiertes Thema in Deutschland, und seitdem in einigen Bundesstaaten der USA eine Legalisierungswelle losgetreten wurde, gibt es auch hierzulande wieder mehr Perspektive auf eine Reform der Gesetze im Umgang mit dem Cannabis-Rausch. Denn bisher wird der Umgang mit der verhältnismäßig harmlosen Droge immer noch sehr schwer bestraft, einige Ausnahmen, wie das THC-lose CBD Öl, mal ausgenommen. Es sind Lobbyisten wie Georg Wurth, die aber mehr in der Pflanze sehen, als ein Rauschmittel: Marihuana ist auch ein Wirtschaftsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist.

Georg Wurth setzt sich mit seinem Hanfverband dafür ein, dass Cannabis endlich legalisiert wird. Ohne ideologische Standpunkte aufzubauschen, geht es ihm dabei um die politisch-wirtschaftlichen Fakten. Cannabis könnte legal nicht nur mehr Steuern für den Bund generieren, sondern auch das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Wie man in den USA sehen kann, wird eine Infrastruktur für die Abgabe und die Produktion von Cannabis in der privaten Wirtschaft mit Investitionssummen gefördert, die man sich hier nur wünschen könnte.

Gegenargumente, die vor allem auf gesundheitliche Faktoren abzielen, weiß er gekonnt zu widerlegen. Denn weder ein Verbot noch Strafen würden den derzeitigen Konsum von Cannabis verhindern. Eine kontrollierte Abgabe jedoch könnte wenigstens garantieren, wer die Droge bekommt und was für Inhaltsstoffe drin sind. Zudem könnte das gesparte Geld von Rechtsverfahren und Polizei dafür genutzt werden, Präventionsarbeit zu leisten und Entwöhnungskuren zu finanzieren. All das, so Wurth, ist dringend nötiger als diese ineffiziente Prohibitions-Politik.

Wurth ist einer der ersten Lobbyisten, die sich nicht dem typischen “Bob Marley” Image verschreiben, sondern tatsächlich politische Arbeit leisten, die auch recht trocken sein kann. Sein Hanfverband konnte so monetarisiert werden, dass im letzten Jahr sogar Werbespots im Kino liefen. Der Erfolg seiner Bemühungen wird sich in der Zukunft wohl zeigen, wenn auch Deutschland vielleicht bald eine Liberalisierungsbewegung formen kann. Doch die Chancen stehen nicht besonders gut, denn bisher stellt sich immer noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung quer: sie sind gegen eine Legalisierung der Pflanze, und zwar jeder Vernunft zum Trotz.

Weitere Infos zum Thema Hanf als Medizin z.B. hier:

Buchtipp dazu:

Die Behandlung mit Cannabis und THC: Medizinische Möglichkeiten, Rechtliche Lage, Rezepte, Praxistipps Franjo Grotenhermen und Britta Reckendrees.

Rechtsbehelf:

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Bildquelle:
Wikimedia, Timokabel1Eigenes Werk “Georg Wurth vom DHV”

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