Petition gegen Rentenversicherungspflicht Selbstständiger


Text der Petition:

“Der Deutsche Bundestag möge der Einführung eines Rentenversicherungszwangs für Selbstständige nicht zustimmen. Insbesondere ist den hierzu von Arbeitsministerin von der Leyen vorgebrachten Plänen nicht zuzustimmen.”

 

Sollte von der Leyen mit diesem Ansinnen durchkommen, wird nicht das Solidarprinzip bedient, sondern dann ist der Mittelstand tot. Es geht um die pauschalisierte Abzocke ohne, daß man die wahre Einkommenssituation kleiner Selbstständiger damit ins Auge faßt. Gerade für kleine Startup Unternehmen ein großes Risiko. Die Beiträge wären zu zahlen, egal ob das Unternehmen Einkünfte generiert oder nicht. Viele Menschen welche dem menschenunwürdigem “Sozialabsicherungssystem” Hartz IV entkommen und damit gerade nicht mehr der Allgemeinheit auf der Tasche liegen wollen, werden damit in eine Zwangsjacke ohne Ausweg gezwängt. Was sollte dann noch jemanden dazu bewegen, daß er Eigeninitiative ergreifen will/soll/kann?

Wie auch die Entwicklung der Krankenversicherungsbeiträge und ihr stetes Wachsen gen Himmel gezeigt hat, werden die angesprochenen Zahlen von 350 Euro – 450 Euro im Monat nicht das Ende der Fahnenstange sein. Man wird, wie immer, irgendwann auch da eine Einbahnstraße nach “oben offen” geschaffen haben. Übrigens für Versicherungsunternehmen eine tolle Möglichkeit, daß man erlittene Verluste aus Börsenspekulation ausgleichen kann. Gerade in Zeiten eines drohenden ESM und Fiskalpaktes eine tolle Möglichkeit, daß man vor der Ausplünderung der Sozialsysteme nach IWF Manier dann die Konten noch mal mit den Geldern der Bürger auffüllen kann.

Fügen Sie den Link in ihre Mailverteiler, sozialen Netzwerke und Blogs mit ein. Bis zum 25.05.2012 läuft die Petition noch.

Hier geht es zur Petition und bisher haben diese 63700 Leute unterstützt. Das heißt, von der Leyen wird sich einer öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Petenten zu stellen haben. Dieses Ansinnen der Einführung eines solchen Sozialknebels wird nicht mehr abseits der Öffentlichkeit einzuführen sein.

Petition

Be Sociable, Share!
Dieser Beitrag wurde unter Aktuell, Allgemein, Autarkie, Berichte, Feuilleton, News, Recherche und Hintergründe abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten auf Petition gegen Rentenversicherungspflicht Selbstständiger

  1. Volker Brodersen sagt:

    400 € im Monat, 45 Jahre lang mit der Aussicht auf etwas über 700 € Rente im Monat, wehe es kommen Fehlzeiten und ausbleibende Zahlungen hinzu, schützt einen nicht vor Altersarmut, aber es nimmt mir die Chance, aufgrund fehlender Liquidität, selbstbestimmt Altersvorsorge zu betreiben um über diesen Satz zu kommen!

    Der gemeine Vergleich mit anderen EU- Ländern, wo Selbstständige längst Pflichtversichert sind ist hinkend, dort hat die Grundsicherungsrente meist keine Bedürftigkeitsprüfung wie sie in D. praktiziert wird, auch die zu erwartende Rentenhöhe ist in diesen Ländern eine andere!

    Ich kann die Petition nachvollziehen und danke den Aktivisten und Unterstützern.

    Die Zeit zwischen Veröffentlichung dieses mysteriösen Eckpunktepapiers und dem Versuch ein entsprechendes Gesetzt zu verabschieden war viel zu kurz, die Öffentlichkeit wurde umgangen, niemand hat vor der Wahl von solch einer Reform gesprochen, die meisten Selbstständigen wissen noch nicht einmal von ihrem Glück, daher ist diese Petition, dass einzig adäquate Mittel um Protest zu formieren und eine notwendige Diskussion in Gang zu setzen.

    Die OECD hat Deutschland mehrfach gewarnt, entsprechende Reformen vorzunehmen, um der massiv drohenden Altersarmut in unseren Land entgegenzuwirken, dass Reformpaket von Frau Dr. v. d. Leyen bewirkt vermutlich garnichts, eher ist damit eine Verschärfung des Problems zu befürchten!

    Sollte unser Land nicht handeln, wird die Altersarmut in 30 bis 40 Jahren volle Breitkante zuschlagen, Hunger und kein ausreichender Schutz vor Kälte werden dann zum Alltagsbild in unserem Land gehören!

    Das Thema geht uns alle an, die Petition hat mit dazu beigetragen die Neugestaltung des Rentensystems endlich zu beginnen, anstatt daran “rumzudoktern”.

  2. akü sagt:

    Unsere Forderung bleibt die Erwerbstätigenversicherung, vom Hilfsarbeiter bis zum Bundespräsidenten, weil anders ganz offensichtlich eine faire Diskussion und eine rechtstaatliche Lösung der Altersversorgung nicht möglich sind, und unsere Gesellschaft immer weiter auseinander driftet.
    Aktion Demokratische Gemeinschaft e.V. München
    http://www.annotazioni.de/post/197

  3. Pingback: web-crap » Post Topic » just say NO!

  4. Genau da liegt das Problem Herr Weber,

    mit den gesetzlichen Renten wurde in der Vergangenheit alles finanziert, nur nicht das, was es zu finanzieren galt. Man vergriff sich immer wieder am staatlichen Rententopf. Das wird auch in Zukunft nicht anders, ja sogar mit ESM und Fiskalpakt noch viel leichter möglich sein.

    Auch hier heißt die Devise, Selbstbestimmungsrecht und Eigenverantwortung geht vor staatlicher Gängelung, welche nicht Ihnen und uns helfen soll, sondern allenfalls irgend welchen Banken, Konzernen oder Versicherungen. Alle vier sind quasi so miteiander verwoben, daß man sie gar nicht mehr getrennt voneinander sehen kann. Staat als Büttel privater Macht- und Profitinteressen…

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau viel Glück und einen erfüllten Lebensabend in Spanien. Nicht vielen ist ein solches Glück durch Eigeninitiative im Lebensabend beschert. Vielleicht ist es das, was man den Menschen nicht gewähren will? Massenalimentation verspricht den Verbleib im System auf Gedeih’ und Verderb’…

  5. Helmut Josef Weber sagt:

    Ich war bis zu meinem 33 Lebensjahr als Handwerksmeister selbstständig.
    Dann bekam ich ein Bandscheibenleiden.
    Weil ich privat gegen BU versichert war, war ich nicht auf die Urteile des Landes Sozialgerichtes Essen angewiesen, dessen Urteil ich nur als perfideste Menschenverachtung bezeichnen kann.
    Seit meinem 33. Lebensjahr habe ich mir (dank privater Rente) ein ruhiges sorgenfreies Leben gegönnt.
    Heute (60) lebe ich mit meiner lieben Frau (seit 12 Jahren) in Südspanien.
    Mit meiner gesetzlichen Rente, in die ich als Handwerksmeister einzahlen musste, wäre ich mit 33 Jahren zum Sozialfall geworden.
    Ich war für die Rente zu Gesund und für die Umschulung zu Krank.
    Aber in etwa fünf Jahren erhalte ich für 22 Beitragsjahre 420,00 Euro Rente.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*